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Montag, 3. Oktober 2022

Gelangweilt...?

In den letzten Zwei Jahren war dieser Blog mehr oder weniger tot. Zum einen weil ich durch meine Verpflichtungen im richtigen Leben keine Zeit und Muße hatte über mein (Kletter)Leben zu schreiben und zum anderen weil es wirklich niemanden interessiert was ich im Wald so mache. Letzteres war mir ja auch schon früher klar nur habe ich in den letzten Monaten gemerkt, dass ich diesen Blog im eigentlichen Sinne nutze, nämlich als ein Tagebuch für mich! Ich gucke immer mal wieder durch, reflektiere und freue mich über das (gemeinsam) Erlebte. Verstärkt wurde diese Erkenntnis noch durch den Tod meines guten Freundes und langjährigen Kletterpartners Mike im vergangenen Juni. Gemeinsame Erlebnisse sind super wichtig! Ich glaube wer mehr vom Leben erwartet setzt aufs falsche Pferd, aber was weiß ich schon. In jedem Fall werde ich hier das ein oder andere Erlebnis, im Gö-Wald, in Skandinavien oder was weiß ich wo noch in nächster Zeit nachtragen.

Hier mal ein paar Fotos aus den letzten Monaten.

Menschen am Berg

beim Boulder im Buchenhain

unterwegs im Kaisergebirge


auf der Suche nach neuen Bouldern im Gö-Wald


Freitag, 21. Oktober 2016

Harz times

Ursprünglich hatten Mike und ich ja geplant irgend eine wilde Tour in der Denali-Südwand in einem, vielleicht zweieinhalb Tage dauernden nonstop Kraftakt zu klettern und damit allen Dullies da draußen mal zu zeigen wo der Hammer hängt! Doch nach einer kurzen Internetrecherche dann die Enttäuschung: Ist längst gemacht, nicht besonders schwer und lockt definitiv niemanden mehr hinter dem Ofen hervor!
Aber da Aufgeben überhaupt nicht unser Ding ist und wir als Familienväter mit Schlafentzug längst vertraut sind, fiel unsere Wahl auf den Treppensteingrat im Harz als Ausweichziel.

Auf der Suche nach dem Einstieg

Die ersten Meter im Savage Pillar, schönes, steiles Blaubeergestrüpp
Erste Zweifel ob der Sinnhaftigkeit der Unternehmung tauchen auf












































Der erste richtige Fels des Tages, ein klatschnasser, mit einer Rostgurke gesicherter Fünfer am Savage Crag.....Ich bin ganz froh nicht vorsteigen zu müssen!
Amphibium auf Granit...klettert deutlich besser als ich....






Die erste schöne, weil trockene Länge am Drachenturm



Mike in der Talseite der Falterwand

Mike am Ausstieg

Standplatzabbau am Treppensteinturm nach einer richtig schönen Länge

Abstieg vom Treppensteinturm


Gratweg am Großen Treppenstein
Am Ausstieg




Das Okertal


Die letzte Hürde...

...wird geschickt umgangen


Am Gipfel, mit Blick ins Harzvorland

Abstieg durch das Tränketal




Montag, 10. August 2015

Die nächste Hitzewelle...

...also was anderes tun, als in den Steinbruch zu fahren!



Sektor Popey am Spielberg




Dienstag, 26. Mai 2015

Frankenjura

Mein letzter Besuch im Frankenjura ist jetzt zwölf Jahre her und einiges hat sich seit dem verändert in meinem Leben und nicht nur da! In Franken ist es deutlich voller geworden und der Fels damit um einiges speckiger.... Gut dass auf die Wichtigen Dinge nach wie vor Verlass ist: das Kellerbier und das Essen!

Eigentlich hatten Mike und ich ja auf's Sellajoch gewollt aber ein halber Meter Neuschnee bis auf 1000m runter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Zur Entschädigung ging's nach der ersten noch kalten Nacht direkt an die Dooser Wand, an welcher ich für die erste Tour, eine großartige 6+, eine gute halbe Stunde brauchte...fühlt sich halt schon anders an, wenn man zweieinhalb Jahre kein Seil angefasst hat! Mike zeigte sich, wie meistens, ziemlich unbeeindruckt...
Nachmittags ging's dann an die alt bekannten Stadelhofener Wände, an welchen ich mit STRAHLENTOD eine mittlerweile zwanzig Jahre alte Rechnung offen hatte. Als es mich am letzten Haken raus haut, weiß ich auch wieder warum, die Ausdauer ist durch das ganze geboulder scheinbar nicht besser geworden, komisch! Zum Glück stehen den Tag mit Schäufele und Kellerbier noch andere Projekte ganz oben auf der Prioritätenliste und als wir am nächsten Tag wieder kommen können wir uns erst einmal hinten anstellen.... Mike fliegt genau wie ich am fünften haken ab, wir sind beide etwas unschlüssig wie's weiter gehen soll und entscheiden uns für das einzig Richtige, eine ausgedehnte Kaffeepause! Spät nachmittags ist es dann immer noch nicht leerer, aber dafür regnet es. Wir nutzen die Zeit um uns nochmal eine Musterbegehung anzusehen und ich entscheide mich am vierten Haken etwas weiter rechts zu klettern und nochmal zu schütteln - und so klappts dann auch! Am Ausstieg bin ich dann so gepumpt, dass ich erst mal einige male nach Luft schnappe, bevor ich den Umlenker klinke; aber das Gefühl ist ein großartiges und das Bauernsteak+Bier schmeckt abends noch besser!

Die letzte Nacht verbringen wir in einem kleinen Tälchen bei der Schönen Aussicht, einem der idyllischten Plätze die ich je gesehen habe. Blöd nur, dass wir am nächsten Morgen unsere Pole-Position nicht zu nutzen wissen; zum Glück sind die Leute gut drauf und die Touren, nicht zuletzt wegen Mike's hervorragendem Support schön zu klettern.
Als es dann am frühen Nachmittag zurück geht, frag ich mich, warum ich eigentlich so lange nicht hier war, im schönen Franken?!


Die hinteren Stadelhofener Wände




STRAHLENTOD - Lochkletterei at it's best!


Frankenidylle



Der vielleicht wichtigste Teil des Kletterns....


Kellerbier!






Nacht im fränkischen Wald



Die  SCHÖNEN AUSSICHT,  kurz vorm Ansturm der Erholungssuchenden





Sonntag, 19. April 2015

Und mehr Projekte

Dieses mal auch wirklich'ne tolle Linie, nur ein wenig hoch, so dass man mal über eine Begehung mit Seil nachdenken könnte...





Donnerstag, 19. März 2015

Projekte

Bei meinem letzten Besuch im Sauerland hab ich die absolute Kingline ausgegraben, sicher das letzte große Problem östlich des Rheins!

Brüchig, glatt und zugewuchert!

Blick vom Ausstieg

Sonntag, 31. August 2014

Donnerstag, 10. Juli 2014

Flügelspanne

Wiedervereint mit Piet und in völliger Ignoranz der miesen Bedingungen machen die Jungs kurzen Prozess mit FLUGELSPANNE am Chill Hill! Bevor mir das selbe gelingt, werd ich wohl noch mal in der Trickkiste kramen müssen...





Sonntag, 18. September 2011

Blood, Sweat and Snickers

Das Zillertal gehört mit Sicherheit zu meinen absoluten lieblings Spots ever und für alle Zeiten! Nach dreimonatiger Sommerpause und damit der längsten seit etwa sechs Jahren(!) war's Zeit mal wieder Fels anzufassen! Also bin ich mit Mike die von Göttingen aus gut 700km nach Mayrhofe gefahren, um auf den Gigalitzturm zu klettern. Wer behauptet die SO-Kante gehöre zu der feinsten Kletterei die irgendwo zu finden ist, war auf jeden Fall noch nie in Bleau. Aber es geht auf der anderen Seite einfach nichts über einen großartigen Tag im Hochgebirge mit guten Freunden und wenn man selten höher als 4m über der Grasnarbe klettert, sind knapp 300m dann auch schonmal'ne Ansage...

Vorfreude beim Start am Parkplatz



Floitenspitze im letzten Abendlicht

Die Anfahrt incl. Einkauf von Bergen von Schoklade dauerte natürlich deutlich länger als wir uns das so ausgemalt hatten und so kamen wir doch erst deutlich nach Anbruch der Dunkelheit an der Greizer Hütte an.

Schwarzenstein im Mondlicht


Mike beim Start von der Hütte

Das Ziel


Am Ende der Crux


Start der vorletzten Seillänge



Die Abseilstelle am Gipfel, zum Glück gibt's zwei Bohrhaken. Den letzten "Köpfelstand" hatte Mike aus einem Haufen Schotter und zwanzig Schlingen zusammengebunden...


Gipfel!


Der recht alpine Verbindungsgrad zwischen Gigalitzturm und Gigalitz

Blick zum Schwarzenstein

Nach getaner Arbeit, noch ohne Bier

Insgesamt die beste Tour seit langem! Den anschließenden Tag in den Ewigen Jagdgründen stinkt im Vergleich dazu völlig ab, völlig Überfüllte Sportklettergebiete sind irgendwie das letzte was mich interessiert.






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