Donnerstag, 28. Juni 2018

Topos from Paradise

Das Refugio Frey in Patagonien gehört sicherlich zu meinen absoluten Lieblingsplätzen auf dem Planeten, nicht nur was das Bouldern angeht! Seit Kurzem hat ein tapferer Mensch auf 27Crags den Anfang gemacht und einige Boulder aus dem Blockgewirr hochgeladen. Ich hab mal meinen Teil dazu beigesteuert und drei Topp-Linien hochgeladen, welche ich 2011 gemacht habe. Wieder mal vermisse ich diesen Ort!



Samstag, 5. Mai 2018

Die Grüne Hölle

In der Grünen Hölle gibt es einen neuen 7er Boulder! SUBOTNIK heißt das Ding und nach kurzem Chat mit Arne Grage war auch klar wo er lang geht. Kurt und ich waren ja schon länger verabredet und so ging's völlig logisch mal wieder ins dichte Unterholz nördlich von Bovenden. Blöd für Kurt dass er früher dran war als ich und den weg nicht kannte.... Zum Glück hatte ich ihn am Boot eingeholt, nicht auszudenken was alles hätte passieren können....
SUBOTNIK konnter er dann aber direkt mal fläshen und auch mit OLDBOY machte er kurzen Prozess, was nach all den Jahren aber auch wirklich mal an der Zeit war! Der erstgenannte Boulder ist definitiv der schönere und ich weiß garnicht, warum mir die Linie nicht schon früher aufgefallen ist....Ein guter Tag!

OLDBOY

Kurt flasht SUBOTNIK

Die Plesse im Abendlicht

Dienstag, 1. Mai 2018

Fehmarn

Auf Fehmarn war ich nun eine ganze Weile nicht mehr aber so ein Familienurlaub macht so einiges möglich.... Und weil ich nicht Kite-Surfe und auch keine skandinavischen Findlinge in entsprechender Größe gefunden habe, kam wenigstens die Knipse mal wieder zum Einsatz.

Blaue Stunde am Südstrand. 
Geschiebe



Donnerstag, 22. März 2018

Checkpoint Charlie

Noch leicht angezählt durch eine dicke Virusgrippe und nicht zuletzt den neuen Job bin ich heute das noch tief verschneite Tal des Rustenbaches hoch marschiert um dem CHECKPOINT CHARLIE an welchem ich zuletzt 2010 mit Alex war, nochmal einen Besuch abzustatten. Zum Glück liegt der Spot auf der Südostseite des Berges und war damit dann im vollen Sonnenschein brauchbar für's Bouldern im T-Shirt. Die Bedingungen hätten eigentlich besser nicht sein können und so dauerte es nicht lange bis mein altes Projekt von 2010 keins mehr war und ich das immer noch frostige Tal zurück zum neuen Bulli stapfen konnte. Der für die Gegend eher unübliche Leistenboulder soll RUSSIAN CIRCLES heißen und ist mit 6b/c bloc dann doch etwas leichter ausgefallen als erwartet. Vielleicht waren es aber auch einfach nur die Guten Bedingungen.....


Im noch schattigen Rustental

Der Checkpoint
Dieser schöne Griff gehört seit heute zu RUSSIAN CIRCLES



Fördergelder so weit das Auge reicht

Sonntag, 24. Dezember 2017

Polski Power

Zur aktuellen Jahreszeit sind ja nicht nur die schönen Böller aus unserem östlichen Nachbarland sehr beliebt, sondern auch die überragenden Schokoriegel (s. u.) Dazu kommt, dass es scheinbar nichtmal nötig ist die die Dinger wirklich zu essen; einen dabei zu haben reicht vollkommen für eine angenehme performance am Fels! Einen besseren Start in den Weihnachtswahnsinn als mit Kurt am schönen Sandstein von Langenstein hätte ich mir zumindest kaum vorstellen können!

DER Riegel

Blick Richtung Harz....mit Patagonien like Föhnwalze

Kurt flasht SCHÄUFERLE....

...und Hangler


Mittwoch, 20. September 2017

Urwald am Brocken

Wenn man schon etwas in der Welt rum gekommen ist, oder schlichtweg einfach älter wird, kommt man mit ziemlicher Sicherheit irgendwann zu dem Schluss, dass die Berge vor der Haustür doch irgendwie die Besten sind! Auf dem Brocken war ich ja nun schon ein paar Male, ob zu Fuss, mit dem Bike, im Sommer oder im Winter. Gut war es immer, wenn man von den Menschenmassen welche einen spätestens am Gipfel immer wieder einholen mal absieht. 
Dementsprechend Feuer und Flamme war ich vor einiger Zeit, als ich von einem alten Weg durch das Schneeloch auf der Nordseite des Brocken erfuhr, welchen angeblich schon Heinrich Heine 1824 bei seiner Harzreise im Abstieg benutzt hatte. Noch dazu sollte der Weg heutzutage ohne GPS kaum noch zu finden und im Falle eines Verlaufens quasi lebensgefährlich sein; Patagonien meets Alaska sozusagen und schließlich wurde im Harz neulich auch mal wieder ein Wolf irgendwo gesichtet.... 
Mit Patrick, mit allen Wassern gewaschener Weltenbummler und Biologe, war der ideale Partner gefunden und so konnten wir uns der Gefahr stellen. Um unsere knappe Zeit richtig zu nutzen, entschlossen wir uns auch gleich eine Zweitagestour draus zu machen, also mit tüchtig Rum im Rucksack, damit die Nacht im Wald nicht so langweilig wird!
Blöd war jetzt, dass sich an meinen einzigen zwei kinderfreien Tagen Anfang August mal wieder, wie für diesen Sommer typisch, ein dickes Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa gelegt hatte und selten gesehene Niederschlagsmengen gegen den Brocken warf. Aber, wie schon mein Vater immer zu sagen Pflegte: "Bangemachen gilt nicht"! und so wurde noch schnell eine Lage Wechselklamotten in den Rucksack geschmissen und los ging's nach Ilsenburg, dem Tor zum Nationalpark Harz und dem Beginn des Heinrich Heine Wegs.

Ein alter Forstweg im toten Fichtenwald....

...offenbar gut instand gehalten!?

Nachdem wir die ersten Kilometer zur Stempelbuche und den Einstieg auf einen alten zugewachsenen Forstweg hinter uns hatten, wechselte der Nieselregen tatsächlich zu Sprühregen, genau wie der die WetterApp es vorher gesagt hatte und verlieh dem vom Borkenkäfer zerstörten Fichtenwald eine beeindruckende Trostlosigkeit.



die ersten Meter auf dem gut markierten Pfad



Zu unserer Überraschung fanden wir den Einstieg ins Schneeloch über den Bergpfad sofort und mussten feststellen, dass er heutzutage scheinbar bestens markiert und damit problemlos zu finden ist. Spannend blieb es trotzdem, weil der Steig bei den gegebenen Bedingungen mehr einem Bachlauf glich und wir in die, zwischen die Granitblöcke eingelagerten Sumpflöcher teilweise bis zum Knie einbrachen. Die Gamaschen hätte man sich also getrost sparen können...



Nach längerer Plackerei erreichten wir dann den angestrebten Brockenurwald, für den sich der Aufstieg alleine gelohnt hätte. Ein solch ursprünglicher Fichtenwald ist in Norddeutschland sicher einzigartig, wenn auch hier die meisten Bäume mittlerweile vom Borkenkäfer befallen sind. Es ist sicher spannen zu beobachten, wie der Bergwald sich in den kommenden Jahren verändern wird.












das steilste Stück

vom Sturm umgeworfenen Bergfichte



Sieht nicht ganz so aus wie an der amerikanischen Westküste, ist aber wahrscheinlich die älteste Eberesche die ich jeh gesehen habe!
Irgendwann war dann aber auch der schönste Teil des Weges vorbei und direkt über uns fuhr die letzte Brockenbahn des Tages zum nahen Gipfel. Beim Brockenwirt gab's dann die letzte Erbsensuppe plus Bier und den obligatorischen harzer Kräuterschnaps. Nachdem wir noch schnell unsere letzten trockenen Klamotten angezogen hatten, wurden wir dann auch um pünktlich 18:00 vor die Tür gesetzt und machten uns an den Abstieg.
die letzte Brockenbahn des Tages

Patrick an den Gleisen der Brockenbahn

am Gipfel


Da der Sprühregen dann zu ernsthaftem Dauerregen überging und die Schutzhütte am eisernen Tisch ziemlich undicht, windschief und obendrein zugemüllt war, entschieden wir uns dann auch gleich für den dreistündigen Direktabstieg ins Tal und gegen eine Übernachtung im Wald. 
Insgesamt war es eine grandiose, Tour wie man sie vor der Haustür kaum besser finden kann, mit der besten vorstellbaren Begleitung. Nur der Rum wartet immer noch darauf seiner Bestimmung zugeführt zu werden.....

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